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Warum spiele ich Gitarre...
Tja, alle fing irgendwie an mit Onkel Eric.... aber der Reihe nach.... Mein erstes "musikalisches " Erlebnis hatte ich mit ca. 2-3 Jahren: immer, wenn sich die Möglichkeit bot, klimperte ich auf dem Klavier der Vermieterin meiner Eltern, also so einmal im Jahr. Was mich damals schon faszinierte, war der Sound einer klingenden Saite, diese Vibrationen, kurz: der Klang, einfach grandios. Leider gab es kein Klavier (kein Geld...), aber dafür vom Jahrmarkt eine blaue Ukulele, mein liebstes Spielzeug (Gitarren hatte ich bis dato noch nie gesehen). Der Sound kam an ein Piano zwar nicht ganz ran, aber immerhin. Leider setzte sich eines schönen Tages jemand auf das gute Stück, und das wars. Ich wollte unbedingt wieder eine blaue, gabs aber nicht und so habe ich dann eben gesungen... Mein Faible für blaue Gitarren ist übrigens geblieben...
In der Schulzeit dann die obligatorische Blockflöte, super-motivierte Lehrer mit revolutionären Ideen, kurz: der Spaß an der Musik, an das selbermachen, wurde mir gründlich verdorben.
Musikbegeistert war ich natürlich trotzdem: ich enteckte alle möglichen tollen Songs, hatte aber oft keine Ahnung, wer das war. Aber immer war da dieser Sound, was auch immer das war. Erst im fortgeschrittenen Alter von 14-15 entdeckte ich dann ein paar Namen: Glamrockbands a la Slade, Sweet, Suzie Quatro etc. Aber auch ungehörtere Sounds von den Beatles, Led Zeppelin, Jimi Hendrix (kannte ich nur als Poster...), Deep Purple,Queen usw.
Dann kam Onkel Eric... Irgendwann, irgendwo sah ich im TV einen Bericht über ein Cream Konzert (kannte ich nicht), mit einem Interview mit besagtem "Onkel Eric" Clapton, wie er seinen "Woman-Tone" erzeugt. Und da war es wieder: dieser Sound einer einfachen Saite, das wars! Kurz danach gründeten Freunde von mir eine Band (Tanzkapelle...), sie hatten halt von Ihren Vätern, die selbst eine Tanzkapelle hatten, die Instrumente geerbt mit der Auflage, die Tanztradition weiterzuführen. Dort hatte ich dann endlich die Gelegenheit, live eine Gitarre und einen Bass (beides Höfner) auszuprobieren. Schwerer, als es beim guten Eric Clapton aussah,um nicht zu sagen, es klang völlig anders, aber der Grunsound einer schwingenden Saite war da,und es gab kein zurück....
Meine erste Gitarre war dann eine Framus Mustang Kopie in schwarz (Ritchie Blackmoore läßt grüßen...), daher auch meine Vorliebe für 7-ender Gitarren. Überall, wo eine Gitarre gespielt wurde, war ich zu finden: Tanzkapellen, Top-40, eigene Rockmucke, egal: hauptsache Gitarre. Ich entdeckte (endlich!), durch Fachpresse, die ich "gefressen" habe, den Katalog von Jimi, Clapton, Pink Floyd (mit Dave Gilmore), Beatles in der späteren Phase, Yes (mit Steve Howe),Queen (mit Brian May), dann auch Jazzer, allen voran Wes Montgommery, John McLaughlin usw. Ich fing an, mir Platten zu kaufen, weil ein bestimmter Gitarrist mitspielte (Larry Carlton!!!, Dean Parks, Michael Landau etc.), schaute, was diese Gitarristen über Ihre Einflüsse berichteten und betrieb dann sozusagen "Ausgrabungsarbeiten". Heute bin ich bekennender CD-Junkie... teures Hobby.....(NO FILESHARING!!!)
Ich entdeckte und entdecke auf diese Weise immer noch und immer wieder tolle Musiker. Die Liste von Musikern, speziell Gitarristen, die mich so beeinflusst haben, ist daher ellenlang und niemals vollständig,; neben den oben erwähnten auf jeden Fall Steve Morse!!!, Eric Johnson,Jeff Beck, B.B. King, Pat Metheny, Mark Knopfler und und und...
Und nach all den Jahren bin ich immer noch begeistert vom Sound einer Gitarrensaite,
tja...
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